On programme: 8. - 10. 3. About the show
Auf der Bühne der Laterna magika ist die Vorstellung Casanova von Juraj Jakubisko als Regisseur, Zdeněk Merta als Komponist, Jean-Pierre Aviotte als Choreograph und Josef Svoboda als Bühnenbildner zu sehen. Mit bunter Palette von Musik, Film und Tanz werden Sie einen Teil des Lebens dieses berühmten Mannes erleben, das zum Mythos und zur Legende wurde.
In unserer Vorstellung werden Sie Zeuge eines der möglichen Versuche über die Darlegung des Lebens Giacoma Casanovas sehen, der als Symbol für einen unermüdlichen und leidenschaftlichen Verführer der Frauen in die Geschichte eingegangen ist.
Zugleich wissen wir aus der Geschichte, dass dieser Weltenbummler für seine Zeit außergewöhnlich gebildet war und dass er vergessen und unglückselig auf Schloss Duchov in Böhmen verstarb. Überliefert sind seine Memoiren, die als Ausgangspunkt für unsere Geschichte dienen. Obwohl seinem Anfang und seinem Ende durch die Aufführungszeit enge Grenzen gesetzt werden, durchleben Sie mit uns zumindest den Teil von Casanovas Leben, die zur Ausbildung seines Mythus führten und in seine Legende eingegangen ist. Der Knabe, der sich durch den Kuss der Schicksalsgöttin vor Ihren Augen in einen jungen Mann verwandelt, verliebt sich auf dem Karneval in Venedig aufrichtig in Angelika. Allerdings will er alles und sofort, und das Mädchen läuft ihm aufgescheucht davon, worauf er sie dann sein ganzes Leben lang sucht und findet und wieder verliert. Lucie verfällt seinem Zauber als erste; Nanette und Martika bereiten ihn auf seinen ?Marsch nach Rom? vor, nicht einmal die von allen bewunderte Tänzerin Bettina widersteht ihm. Er erreicht Erfolg und Reichtum, Bewunderung und Hass, aber selbst beginnt er sich zu langweilen. Nach seiner Verhaftung wägt er Tod und Flucht gegeneinander ab. Ist er etwa zur Vernunft gekommen?
Sobald er wieder auf freiem Fuß ist, beginnt alles wieder von vorne. Der Flirt mit Caroline ist Ursache eines Duells und Mordes und zwingt ihn zur Flucht. Wie aus einem Selbsterhaltungsantrieb heraus stürzt er sich auf Angelika, die hinter den Mauern eines Klosters schon lange nach ihm strebt. Er ist entschlossen sich zu ändern, schafft es aber nicht. Er verlässt Angelika infolge einer weiteren Vision, und endet im Kabarett, bei seinem nächsten Flirt. Und hier erwartet ihn eine schockierende Erkenntnis: hinter aller Leidenschaft, hinter allen Liebschaften war lediglich die krankhafte Liebe zu sich selbst. Casanova altert. Sein Lebensweg neigt sich dem Ende zu, es bleiben nur Erinnerungen und Einsamkeit. Er konnte nicht geben, er wollte nur nehmen und das mit vollen Händen.
Aber wie vieler solcher Männer gab und gibt es überhaupt? Und wie viele Angelikas? Ähnliche Begebenheiten fangen doch auf der Welt jeden Tag von neuem an.
Regie: Juraj Jakubisko
Bühne: Josef Svoboda
Musik: Zdeněk Merta
Länge: 95 min.











